Vergabe des GEDOK Dr. Theobald-Simon Kunstpreises 2016

Der diesjährige GEDOK Kunstpreis, Dr. Theobald-Simon Preis 2016 wird an die Künstlerin Susan Donath aus Dresden, GEDOK Berlin, vergeben.

Susan Donath überzeugt durch ihre künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Dissonanzen und den damit verbundenen Tabus. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Sepulkralkultur (Toten- und Sterbekultur), die auf verschiedene Weise und mit unterschiedlichen Medien in ihre Arbeiten einfließt. Ihre Werke, die im öffentlichen Raum eingebettet sind, greifen Ereignisse der deutschen Geschichte auf wie die Themen Krieg, Flucht und Vertreibung: Susan Donath schreckt vor der Schwere dieser Themen nicht zurück, sondern schaut genau hin, spannt den Bogen ins Hier und Jetzt und hält uns damit in einer humorvollen und zuweilen ironischen Art einen Spiegel vor.

Ebenfalls setzt sich die Künstlerin mit Themen auseinander, die eng mit dem Frau-Sein verknüpft sind wie etwa die Diskriminierung von Alleinerziehenden. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, kritisiert sie die gesellschaftlichen Umstände, geht dabei mit einem sarkastischen Lächeln auf die Öffentlichkeit zu und nimmt diese ins künstlerische Visier. In Ihrer Arbeitstechnik kommen unterschiedliche Materialien in Assemblagen zum Einsatz. Das vielseitige Spektrum reicht vom handwerklich hergestellten Einzelstück bis zur künstlerischen Verarbeitung von vorgefertigten Produkten.

Susan Donath wurde 1979 in Apolda geboren.

Werdegang: 1997/2000: Ausbildung zur Steinmetzin in Halle; 2000/2005: Studium der Bildhauerei bei Eberhard Bosslet, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Meisterschülerstudium bei Christian Sery, Dresden; seit 2007 freischaffende Künstlerin in Dresden.

Die Jurymitglieder zur Vergabe des diesjährigen GEDOK Kunstpreises waren: Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des Landesmuseum Bonn: Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseum Bonn, Inge Baecker, Galeristin, Iris Hoppe, Künstlerin, Cecilia Szabó, Künstlerin und Mitglied des GEDOK Bundesvorstandes.

Seit 2004 schreibt die GEDOK den Dr. Theobald Simon-Preis für Bildenden Kunst bundesweit aus. Die Auszeichnung ermöglicht die kontinuierliche Weiterführung des Fördergedankens der GEDOK, hoch qualifizierten Künstlerinnen – unabhängig von Alter und Lebensphase – den Weg in die Öffentlichkeit zu erleichtern und einem herausragenden Werk Anerkennung zu verschaffen. Der Preis ist mit 5.000 EURO ausgestattet. Mäzenin ist Gabriele Vossebein, Tochter des Kunstkenners und Kunstförderers Dr. Theobald Simon. Die Verleihung des GEDOK-Kunstpreises 2016 findet am Samstag, den 7. Januar 2017 im Künstlerforum Bonn um 19 Uhr statt. Gleichzeitig wird dort die Ausstellung mit aktuellen Werken der Preisträgerin eröffnet, die bis zum 29. Januar 2017 zu sehen sein wird.

gez. Prof. Ulrike Rosenbach, Präsidentin – GEDOK Bundesverband und
Cecilia Szabó, Schriftführerin – GEDOK Bundesverband

 

Weitere Informationen:

GESCHÄFTSSTELLE DES BUNDESVERBANDES GEDOK e. V.
Haus der Kultur
Weberstraße 59 A
53113 Bonn
Tel. 0228 – 261 87 79
Fax. 0228 – 261 99 14
www.gedok.de

 

 

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