Es brennt, es haut und wird geformt!

Vom 21. bis 24. Mai 2015 wird im Hof und in den Räumen der Residenz Hilpoltstein ein Symposium des Künstlerinnenfördervereins GEDOK Franken veranstaltet.

archaischer Brand

archaischer Brand

An den vier Tagen können kunstinteressierte Besucher den teilnehmenden Künstlerinnen täglich von 10 bis 17 Uhr bei der Arbeit über die Schulter schauen und dabei mitverfolgen, wie Keramiken, Skulpturen und Gemälde entstehen. Am Samstag, 23. Mai, werden bei gutem Wetter ein Tonnenbrand und ein spektakulärer Nachtbrand veranstaltet. Die Künstlerinnen werden sich an dem Abend am Feuer zusammenfinden und laden Besucher und Anwohner herzlich ein, sich dazu zu gesellen.

Das Symposium findet im Rahmen der Jahresausstellung der GEDOK Franken statt, die unter dem Thema „REIBUNGSFELDER“ in der Residenz Hilpoltstein vom 30. April bis zum 28. Juni gezeigt wird.

Nächtlicher Keramikbrand

Roswitha Madlon Hölle hat viel Erfahrung mit archaischen und alternativen Keramikbränden und wird am Abend des 23. Mai einen Steinofen im Hof der Residenz aufbauen um einen Koksbrand durchzuführen.

Der keramische Brennofen wird während des Brennvorgangs aufgebaut und das zu brennende Objekt wird während des Brandes in Koks gehüllt. Wenn der Ofen seine endgültige Höhe erreicht hat, wird er oben verschlossen. Damit wird das Brenngut dem Feuer endgültig übergeben.

Brände im offenen Feuer gibt es seit tausenden von Jahren. Die Ergebnisse sind unvorhersehbar, wenn das Feuer die Oberfläche des Tons belegt – und immer aufs Neue faszinierend und spannend.

Die teilnehmenden Künstlerinnen am Symposium

Das Symposium dient der gemeinschaftlichen Arbeit und soll Besuchern unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen und Techniken näherbringen. Die Veranstalter freuen sich über das breite Spektrum, das sieben ausgewählte Künstlerinnen abdecken.

Im Hof arbeiten:

  • Roswitha Madlon Hölle
    Keramik, Atelier in Roth-Eckersmühlen
    Arbeitet seit fast 40 Jahren mit Ton. Die Plastizität und Gegensätzlichkeit dieses Materials übt noch immer eine große Faszination aus und bietet ihr außerordentliche Anreize in ihrer Arbeit.
    Alternative keramische Brände wie Gruben-, Koks- und Rakubrand sind ein wichtiger Bestandteil ihrer künstlerischen Schaffens.
  • Nadine Elda Rosani
    Holzbildhauerei und Objekte, Atelier im Kulturhof Aberzhausen
    Ihre Arbeiten zeugen von einer tiefen Verbundenheit mit dem Werkstoff Holz. Nadine zeigt, wie sie mit wenigen Mitteln ihren Skulpturen Charakter und Ausdruck verleiht.
  • Roswitha Farnsworth
    Skulptur und Malerei, Atelier Farnsworth in Hohenstadt
    Plastisches Arbeiten mit der Modelliermasse Nona D, der von ihr selbst entwickelt und mit dem Innovationspreis Kultur- und Kreativpiloten der Bundesregierung ausgezeichnet wurde.
  •  Vanessa Cognard
    Design und grafische Arbeiten, Atelier im Kulturhof Aberzhausen
    Aufgewachsen mit den klassischen französisch-belgischen Comics der 1970er. Bis heute ist ihre Liebe für diese in Deutschland immer noch unterschätzte Kunstform ungebrochen. Vanessa zeichnet mit Besuchern und zeigt, wie man sich ganz einfach mit wenigen Strichen seine Figur ‚bauen‘ kann. Geeignet von jung bis alt.

Im Atelierraum:

  • Gerda Karina Hederer
    Malerei, Vorsitzende der GEDOK Franken
    Gerda ist beseelt vom Reisen, ob an Land, zu Wasser oder in der Luft. Von dort nimmt sie ihre Inspirationen für Ihre fiktiven Landschaftsbilder mit ins Atelier. Der Besucher kann teilhaben während Gerda das Zusammenspiel von Bergen, Felsen, Kiesel an ihrer Collage mit Acryl auf Leinwand bearbeitet.
  • Elisabeth Hochleitner
    Skulptur und Installationen, Vorsitzende des Kunstvereins Herzogenaurach
    Für ihre Objekte bedient sich Elisabeth oft Zeitungen und Büchern. Passend zu ihrer Installation ‚Drei goldene Bücher‘, die sie in der Ausstellung ‚Reibungsfelder‘ zeigt, wird sie ein weiteres Buch bearbeiten und so einen ganz direkten Bezug zu ihrer Arbeit herstellen.
  • Karin Berger
    Malerei und Skulptur, Atelier bei Nürnberg
    Karin arbeitet mit minimalistischen Mitteln aus Recycling Papier, Stein, Holz und Erde, die sie sowohl für ihre Bilder als auch als Modelliermasse für Skulpturen verwendet. Die Werke sind gemacht für den zweiten Blick, der erst die versteckten Botschaften entdecken lässt. Besucher sind herzlich eingeladen, sich zwischen den Strukturen mit auf die Suche nach den ‚Ursprüngen‘ dieser Materialien zu begeben.

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